INFORMATION

am 16. und 17.11.2022 wird unsere 9. Interdisziplinäre Trauma-Fachtagung stattfinden – in diesem Jahr mit dem Themenschwerpunkt „Traumatisierung nach Krieg, Flucht und Naturkatastrophen“. Dieses Thema wird uns in den kommenden Monaten und vermutlich lange darüber hinaus in unserer täglichen Arbeit begleiten und uns vor besondere Herausforderungen stellen. 

Die Fachtagung findet online auf einer digitalen Eventlocation statt. Am Mittwoch, den 16.11. erwarten Sie verschiedene Fachvorträge zu einzelnen Aspekten unseres Themenschwerpunktes – wir haben wieder hochkarätige Referent*innen gewinnen können. Am zweiten Tag bieten wir verschiedene Webinare an, in denen die Themen des Vortags vertieft werden können, aber auch noch andere Themenschwerpunkte gesetzt werden. Die Angebote sind einzeln buchbar.

Die digitale Eventlocation, die wir schon im vergangenen Jahr erfolgreich genutzt haben, bietet neben der Teilnahme an den verschiedenen Vorträgen und Webinaren auch Hintergrundinformationen und die Möglichkeit zum direkten Austausch und zur Vernetzung mit Kolleg*innen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: www.wendepunkt-fortbildung.de/trauma-fachtagung

Wir freuen uns auf eine interessante, informative Veranstaltung und einen spannenden digitalen Austausch!

 

Vorträge 16.11.2022

Beitrag 1
Alexander Korittko (Dipl. Sozialarbeiter), Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen

“Wenn die Wunde verheilt ist, schmerzt die Narbe.”
Nach sequentiellen Traumatisierungen spüren Betroffene noch längere Zeit die Auswirkungen dieser „Notschaltungen“ ihres Körpers. Auch wenn sie sich in äußerer Sicherheit befinden, gerät der Körper noch hin und wieder in panische Zustände. Es kann dann für sie hilfreich sein, durch spezielle Interventionen der „Psychologischen Ersten Hilfe“ auch eine innere Stabilität entwickeln zu können.

 

Beitrag 2
Corinna Posingies (Pädagogin), Institut für psychosoziales Krisenmanagement der MSH und Doktorandin Uni Marburg

“Schule in der Krise- Auswirkungen und Chancen”
Die Auswirkungen der langanhaltenden Coronavirus-Pandemie und des Ukraine-Krieges sind insbesondere in Schulen bei Kindern und Jugendlichen deutlich zu erkennen. Die gesamte Schulgemeinde befindet sich seit über 2 Jahren in einer „kollektiven Krise“- und solche Krisen erfordern besondere Maßnahmen und ein krisenspezifisch angepasstes pädagogisches Handeln. Nach einer zusammenfassenden Darstellung der aktuellen Situation an Schulen und einigen Leitgedanken zum pädagogischen Handeln soll im Rahmen des Vortrages der Blick insbesondere auf die positiven Auswirkungen, Bildungspotentiale und Chancen der Krise gerichtet werden. Ideen und Anregungen für die (unterrichts-) praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit dem Schwerpunkt Resilienzförderung, bilden den Abschluss des Vortrages und laden die Teilnehmenden zu einem gemeinsamen abschließenden Austausch ein.

 

Beitrag 3
Petra Brenner (Traumapädagogin, Mediatorin und Supervisorin), LÖWENZAHN Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.

“Trauer Trifft Trauma”
„Trauer trifft Trauma“, wenn traumatische Erfahrungen rund um einen Verlust entstehen oder alte Verluste und Traumata durch erneute Verluste reaktiviert werden.
Bei beiden geht es darum eine elementare Wende im Leben zu bewältigen und das Trauma, einen Verlust oder Todesfall als Teil des eigenen Lebens zu begreifen und in die eigene Biografie zu integrieren. Dieser Vortrag möchte sensibilisieren für die Bedeutung des Zusammenspiels dieser beiden Aspekte.

 

Podiumsgespräch

 

12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause

 

Beitrag 4
Dr. rer. nat. Dipl. psych. Solange Otermin (Dipl. Psychologin), Universität Tübingen

“Interkulturelle Kommunikation in der Praxis”
Ist die Psychotherapie auch interkulturell konzipiert und für alle passend? Sind wir nicht alle gleich? Eine interkulturelle Kommunikation ist nicht nur bereichernd, es ist auch eine Herausforderung voller Missverständnisse. Die Kommunikation ist die Grundlage jeder Psychotherapie und wir sollten dann nicht nur die Sprache, sondern auch die Werte und die Gefühlsausdrücke von Personen aus anderen Kulturen übersetzen, um uns zu verständigen. Ich werde reale Fälle aus der Praxis bringen und freue mich auch auf Ihre Erfahrungen und Fragen.

 

Beitrag 5
Dr. med. Daniel Dietrich (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie), Libereco Institut und Praxis

“Wenn unsere inneren Anteile dem Krieg näher kommen”
Viele Jahrzehnte war Krieg für viele von uns, die im Westen von Europa geboren sind, weit weg. Wir hörten davon, vielleicht haben wir mit Menschen gearbeitet, die Krieg erlebt haben, doch schon seit langem kam er uns nicht mehr so Nahe. Was passiert mit uns, wenn unsere inneren Anteile („ego-states“ oder „innere Familie“) dem Krieg näher kommen? Und wie finden wir einen Weg, um Menschen, die den Krieg erlebt haben, empathisch und wohlwollend zu begleiten, ohne unsere eigene innere Sicherheit zu sehr aufzugeben?

 

Beitrag 6
Anne Fischer (Psychologin), Goethe-Universität Frankfurt am Main

“Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen nach Gewalterfahrungen – das BESTFORCAN Projekt.”
Viele traumatisierte Kinder und Jugendliche (KIJUs) erhalten trotz guter Studienlage keine oder nicht evidenzbasierte Behandlungen. Ziel des Projekts BESTFORCAN ist es, die wirksame traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (Tf-KVT) für mehr KIJUs mit einer PTBS nach Gewalterfahrung bei niedergelassenen Psychotherapeut*innen zu implementieren. Dazu gehört auch der Aufbau von interdisziplinären Hilfenetzwerken zwischen der Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen, Schulpsycholog*innen, Kinderärzt*innen und weiterem Fachpersonal.

 

Podiumsgespräch
 

ZIELGRUPPEN

Fachkräfte aus der öffentlichen und freien Jugendhilfe, aus Therapie und Beratung, aus der Medizin sowie aus Kindertagesstätten und Schule

 

TERMIN

16. November 2022
von 8.45 Uhr bis 16:30 Uhr
Online

Hinweise: Wendepunkt e.V. übernimmt keine Garantie für eine instabile oder schlechte Verbindung bei der Teilnahme an der digitalen Veranstaltung auf der Seite der Empfänger*innen.

KOSTEN

Online: 75 €

Studierende: 35 €
(Voraussetzung: Nachweis / Immatrikulationsbescheinigung)
Wenn Sie über unser Buchungssystem die Zahlungsaufforderung des regulären Teilnahmebeitrages erhalten, brauchen Sie dieser nur in rabattierter Summe (also für eine Online Teilnahme 35€) nachkommen. Zusätzlich benötigen wir einen Nachweis, dass Sie studierend sind über Ihre Immatrikulationsbescheinigung an unsere Verwaltung unter verwaltung@wendepunkt-ev.de.

 

Eine Unterstützung durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein für die Tagung ist beantragt.

AKKREDITIERUNG

Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Schleswig-Holstein akkreditiert. Für die Teilnahme am Fachtag erhält man 8 Basispunkte der Kategorie A.
Die Veranstaltung wurde von der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein akkreditiert. Für die Teilnahme erhält man 6 Fortbildungspunkte der Kategorie B (Edit 2655)

VERANSTALTER

Interdisziplinäre Trauma-Ambulanz Westholstein

 

PDF

WP_Einladung-TraumaFachtagung 2022

ANMELDUNG

bis zum 06.11.2022 ausschließlich online über das Formular auf dieser Seite.
Der Link wird an die Mail geschickt, mit der Sie sich hier registrieren.

Anmeldung

(pro Teilnehmer ist eine Anmeldung erforderlich)

€75,00

Kontakt

Diese Informationen werden ausschliesslich für Anmeldebestätigung und Rückfragen verwendet.

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