INFORMATION

im November findet wieder unsere alljährliche Trauma-Fachtagung statt! In diesem Jahr wollen wir den Fokus auf die Auswirkungen von frühen traumatischen Erfahrungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und den Lebensweg von Erwachsenen legen. Die Fachtagung erstreckt sich wie in den Vorjahren wieder über zwei Tage.

Am 11.11. haben wir renommierte und interessante Fachleute eingeladen, die Vorträge zu verschiedenen Themenschwerpunkten halten werden. Geplant sind fünf Impulsbeiträge mit anschließender Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung wird von 9:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr dauern.

 

Kurzinformationen zu Inhalten und Referent*innen

  • Psychosoziale Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen – Erkenntnisse aus dem KiKat-Projekt“
    Prof. Dr. Harald Karutz (Diplom-Pädagoge)
    Medical School Hamburg
    Von 2016 bis 2020 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ein Forschungsprojekt finanziert, in dem die Psychosoziale Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen in komplexen Gefahren- und Schadenslagen untersucht werden sollte. Kon-kret ging es darum, Schwachstellen und Defizite der bisherigen Versorgungssituation zu analysieren und konkrete Optimierungsvorschläge für Einsatzorganisationen, Kommunen, Bundesländer und den Bund zu erarbeiten. Ergebnisse des Projektes werden im Vortrag vorgestellt.
  • „Kim, Tim-Tiger und das gefährliche Etwas – Mit Bilderbüchern traumatisierte Kinder und ihre Familien stärken“
    Dr. Renate Jegodtka (Sozial-Pädagogin)
    Zentrum für systemische Beratung und Therapie
    In der psychosozialen Traumaarbeit begegnen uns immer wieder Familien, in denen sich traumatische Sprachlosigkeit ausgebreitet hat. Hier erweisen sich Bilderbücher als ein Medium, das in wunderbarer Weise geeignet ist, die jungen Betrachter*innen und ihre Eltern anzuregen: die Bilder inspirieren zu Worten und lassen neue Worte finden. Und umgekehrt – Worte regen Bilder an, sodass kaum Sagbares in leisen Tönen Raum finden kann. Dieser Vortrag stellt grundlegende Überlegungen zur traumasensiblen Arbeit mit Bilderbüchern vor.
  • Eine Schule für ALLE – Wie kann Inklusion gelingen?“
    Ingrid Burow-Hilbig
    Direktorin einer Grundschule (im Ruhestand)
    Welche Voraussetzungen können wir schaffen, um Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern? Ausgangspunkt bildet das Modell des Instituts Beatenberg (Schweiz) mit Übertragungsbeispielen aus Gesamtschulen in Hessen.
  • Über den Einfluss früher traumatischer Erfahrungen auf die Entwicklung von Gehirn und Psyche“
    Dr. Nicole Strüber (Neurowissenschaftlerin)
    freiberufliche Wissenschaftsautorin
    Frühe Erfahrungen beeinflussen gemeinsam mit der individuellen genetischen Ausstattung eines Menschen die Chemie und die Verschaltungen des Gehirns – und hierüber, wie der Mensch mit hohen Anforderungen umgeht, wie effektiv er seine Emotionen regulieren kann, ob er sich in Beziehungen wohlfühlt und wie hoch sein Risiko für die Entwicklung psychischer Erkrankungen ist. Sichere Bindungserfahrungen können hingegen Ressourcen schaffen. Später im Leben können Psychotherapie sowie andere Maßnahmen über eine Wirkung auf das Gehirn den Einfluss der frühen Prägung auf das Verhalten vermindern.
  • Trauma und Substanzmissbrauch“
    Prof. Dr. Ingo Schäfer (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)
    Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Suchtprobleme zählen zu den häufigsten Folgen traumatischer Erfahrungen. Oft treten sie gemeinsam mit weiteren Traumafolgen wie der Posttraumatischen Belastungsstö-rung auf. Bei Betroffenen müssen beide Problembereiche im Rahmen der Beratung und Behandlung berücksichtigt werden, um eine langfristige Stabilisierung zu errei-chen. Im Vortrag werden unterschiedliche Aspekte des Zusammenhanges zwischen traumatischen Erfahrungen, posttraumatischen Störungen und Suchterkrankungen dis-kutiert und Konsequenzen für die Praxis daraus abgeleitet.
  • Podiumsgespräch mit allen Referent*innen

ZIELGRUPPEN

Fachkräfte aus der öffentlichen und freien Jugendhilfe, aus Therapie und Beratung, aus der Medizin sowie aus Kindertagesstätten und Schule

 

TERMIN

11. November 2020
von 09.00 – 16.30 Uhr
im Elmshorner Dienstleistungszentrum (EDZ)
Ramskamp 71-75, 25337 Elmshorn

KOSTEN

95 € inkl. Suppenimbiss am Mittag und Getränken

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein unterstützt die Tagung dankenswerterweise.

AKKREDITIERUNG

Die Akkreditierung wurde bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein beantragt.

VERANSTALTER

Interdisziplinäres Trauma-Zentrum

Sie wird gemeinsam getragen von:

  • Wendepunkt e.V.
  • Regio Kliniken Kreis Pinneberg
    • Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie
    • Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
  • sowie dem Universitätsklinikum Eppendorf: Institut für Rechtsmedizin

ANMELDUNG

bis zum 25.10.2020 ausschließlich online über das Formular auf dieser Seite.

INFOS als PDF

Vorankündigung 2020 Trauma-Fachtagung Elmshorn

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Anmeldung

(pro Teilnehmer ist eine Anmeldung erforderlich)

€95,00

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